Folgende nette Geschichte hat sich kürzlich tatsächlich zugetragen. Ein Einwanderer, nennen wir ihn R, beauftragt einen österreichichen Rechtsanwalt lebhaft in Paraguay, nennen wir ihn H, eine Immobilie eines Immobilienmaklers zu bewerten. H macht sofort das Angebot madig und spricht sofort von Abzocke und überteuert. Er bot sich jedoch an in Paragay ein etwas grösseres Grundstück mit Haus für R zu besorgen. Also hat der Einwanderer den Rechtsanwalt beauftragt für sich ein geeignetes Anwesen zu organisieren. Im Verlauf der Suche und Verhandlungen mit potentiellen Verkäufern stellte sich dann heraus, dass der Rechtsanwalt sowohl Provisionen von Käufer und Verkäufer kassieren wollte und damit als Rechtsanwalt doch nicht so uneigennützig für seinen ursprünglichen Mandanten handelte, worauf der Einwanderer die Vertragsbeziehung kündigte.
Also liebe Einwanderer, "Vorsicht vor vermeintlichen günstigen Helfern", denn es könnte teurer werden als man denkt.
Hier das Objekt der Begierde, ein kleine verkommene Hütte:


Hier der Dialog zwischen Käufer R und "ehrlicher" Rechtsanwalt H:
H: Vor etwa 2 Monaten kam eine Einwanderer der mich schon vor seiner Einreise kontaktiert hatte. Eine Woche nachdem er angekommen war, rief meldete er sich bei mir per e-mail. Wir trafen uns, machten zusammen mit einem anderen Tourist Ausflüge und redeten viel über Gott und die Welt. Er war auf der Suche nach einem Haus und hatte auch schon eines in Aussicht. Das war ein Haus das bei Lucky Immobiliene angeboten wurde. ich riet ihm von diesem Haus ab, weil bekanntlich die Immobilien bei solchen Makler immer zu teuer sind.
R: H, wie kanst Du dir Anmassen ueber etwas zu Urteilen, was Du nie gesehen hast und einem Interresenten hier Ratschlaege erteilen ?
H: Ich bot ihm an, ein Haus zu suchen. Der Lohn sollte ein Geldbetrag sein den er für meine Arbeit als angemessen erachtet.
R: H, diese Aussage ist eine glatte Luege ! Natuerlich musst Du das so vormulieren, damit Deine Geschichte eine gewisse Glaubwuerdigkeit erhaelt
H: Ich inserierte in der ABC und nahm die vielen Anrufe entgegen.
R: H bot sich an, ein Inserat zu schalten, dessen Kosten ich uebernehmen sollte; fuer mich selbstverstaendlich, da ich nicht in Abhaengkeiten geraten moechte, bzw. jemandem etwas schuldig sein/bleiben moechte.
H: Das Inserat hat er selber bezahlt. Ein Haus in San Lorenzo erschien mir für ihn geeignet. Es war etwas schwierig ein passendes Grundstück zu finden weil es ein großes sein sollte und in der Nähe von Asuncion liegen sollte. Große Grundstücke mit Haus sind eher selten im Angebot. R holte mich ab und wir fuhren zu dem Haus. Das Haus selber gefiel ihm nicht sehr gut, aber das Grundstück schon. Der Verkäufer wollte 50.000 $ für das Grundstück.
R: Aus heutiger Sicht unterstelle ich H, mit dem Anbieter diesen Preis so ausgemacht zu haben,um einen Verandlungsspielraum zu ermoeglichen. H bot sich freundlicherweise als Uebersetzter an.
H: Letztendlich waren wir bei einem Preis von 44.000 $, mit dem R auch einverstanden war. Das Grundstück ist den Preis wert und die 44.000 waren schon die Schmerzgrenze.

R: Falsch, die Verhandlungen fuehrten zum Preis von 45,000. Vom Inhalt laengerer Unterhaltug H / Verkauefer erfuhr ich nichts als den neuen Preis 45,000. Ich habe mir dann einen Uebersetzter genommen (beauftragt zum Uebersetzten bei Verhandlungen), und dafuer bezahlt. Bei diesen Verhandlungen kam es zum Preis von 44.000, bei weiteren Treffen mit Uebersetzter und Notar stellte sich heraus, dass eines der 4 Teil-Grundstuecke nicht Verkaufsreif war. Hier wahren notarielle und amtliche Arbeiten seitens des Verkauefers abzuwickeln und nahmen etwa 4 Wochen in Anspruch.
H: R hatte aber sein Geld noch nicht zur Verfügung und so vergingen 2 Monate ohne daß das Haus verkauft wurde. R wollte in dieser Zeit noch weiter den Preis drücken. Der Verkäufer wollte das Haus aber nicht unter seinem Wert verkaufen und lehnte weitere Angebote ab. Der Verkäufer ließ durchblicken daß er auch noch eine Kommision bezahlen muß. Als R hörte daß in dem Preis eine Kommision enthalten ist, rollten sich bei ihm die Fußnägel auf und wollte das Haus nicht mehr kaufen.
R: Genau H, Du bist ein Meister in der Ausdrucksweise An einen Herrn xxx; so den Einzigen Herren der hiermit in Verbindung steht heisst H.
H: R ist nun überzeugt daß der Verkäufer das Haus nur deshalb nicht zum von ihm angebotenen Preis, der vermutlich weit unter dem ausgehandelten Preis liegt, verkaufen will, weil im Preis von 44.000 $ eine hohe Kommision enthalten ist. Seine Meinung nach darf der Verkäufer an mich keine Provision bezahlen, weil ich nur mit ihm hingefahren bin und er das Inserat bezahlt hat. Meine Meinung ist daß der Verkäufer mit seinem Geld machen kann was er will wenn das Grundstück schon zu einem sehr günstigen Preis verkauft wird.
R: H, ich allein beurteile und entscheide was fuer mich ein guenstiges Grundstueck ist, und nicht Du.
H: Nun behauptet R, daß das eine Abzocke ist wenn jemand der bei der Haussuche behilflich ist, und obwohl er auch selber das Inserat bezahlt hat, Kommision bekommt. R will das Haus noch immer kaufen, aber nur zu seinem nachträglich angebotenen Preis und nur wenn keine Kommision bezahlt wird. Seiner Meinung nach könnte der Verkäufer zu dem von ihm angebotenen Preis verkaufen wenn keine Kommision bezahlt werden würde. Jetzt die Frage an alle Leser: Ist das Abzocke oder ist das Geiz ist geil? R und ich bitten um Meinungen dazu.
Meine persönliche Meinung: Ja, es ist Abzocke! Wenn man einen Rechtsanwalt beauftragt, dann kann man verlangen, dass dieser nur für seinen Mandanten arbeitet und nicht auch noch für die Gegenpartei.Bild und Quellenhinweis